Draussen ist es kalt und nass. Eine durch- und in alles eindringende Kälte ist da. Doch in mir drin ist es warm, pulsierend, lebendig, als ob die Sonne scheint und mich stetig warmhält.
Wie lange ich der Kälte im Aussen noch trotzen kann, weiss ich nicht und gleichzeitig weiss ich, dass sie nur Eindringen kann, wenn ich ihr die Erlaubnis dazu gebe. Einfach so kann sie nicht eindringen und sich in meinen Knochen festsetzen, dort verharren und Eiseskälte in meinem Körper verteilen. Ich habe dies schon erlebt, bis in die Knochen gefroren. Es geschieht ganz schnell und leicht, nämlich dann, wenn ich aus meiner Mitte gefallen bin. Dann ruft und bittet sie um Einlass und ich erlaube es ihr in meiner Schwäche. Die wenige vorhandene Kraft brauche ich um aufrecht zu stehen, Haltung zu bewahren, nicht unterzugehen. So kann ich ihrem Bitten nicht widerstehen und öffne ihr die Türe. Erfreut nimmt sie in meinen Knochen Platz, dort wo es schön warm ist, denn ihr ist es draussen zu kalt.